Chan (chinesisch 禪 / 禅 )

ist eine im Kaiserreich China entstandene Meditationsschule des Mahayana-Buddhismus, die durch die Übung der Meditation im Lotossitz und durch das Lösen von Gongans (公案, gōng'àn, jap. Kōan), einer Art paradoxer Rätsel, sowie Erleuchtungserfahrung charakterisiert ist. Chan ist eine in China durch die Begegnung mit dem Daoismus und dem Konfuzianismus entstandene Form des Buddhismus. Er hat auf die chinesische Philosophie, Kunst und Kultur einen großen Einfluss ausgeübt.


Der chinesische Name

Chan stammt von dem Sanskritwort Dhyana, das in das Chinesische als Chánnà (禪那 / 禅那, chánnà) übertragen wurde. Der Chan-Buddhismus wurde in Ostasien und Südostasien durch Mönche verbreitet. Es entstand daraufhin eine koreanische (kor. 선, Seon) und vietnamesische (viet. Thiền) Tradition. Der Chan-Buddhismus wurde im 12. Jahrhundert nach Japan übertragen und dort als Zen bekannt.